Mittwoch, 18. Juni 2014

Protokoll der letzten Sitzung der AG Uganda vom 15.6.14 und neue Termine

AG Uganda  15.06.2014

Teilnehmer : Irene Jacobsen, Silke Lochas, Gisela Reimer, Karin Weyers, Damaris Nimz

* Der Betonfußboden im neuen Schlafsaal der Jungen ist nun fertig. Ein fester Fußboden ist
   wichtig, damit die 3-Stockbetten sicher stehen.

* Nächstes Bauprojekt ist die Fertigstellung der etwas größeren  Küche. Seit dem neuen Schul-
   jahr muss für 70 Schüler mehr gekocht werden.
   Wir schicken monatlich 1000€ für Essengeld. Dieses reicht aber nicht mehr für 4 Wochen, da
   sich die Schüleranzahl um 70 erhöht hat. Da dies zahlende Schüler sind, müssen sie auch von
   den Schulgebühren verpflegt werden. Dies ist ein erster Schritt in die Unabhängigkeit.

* Die Prüfungsgebühren für die jährlichen Abschlussprüfungen im Herbst sind bezahlt.
   1000 € kamen vom Verein L-A-P und 1700 € von uns. 
   Für Materialien und technische Ausstattung (z.B. Chemikalien, Reagenzgläser, Erlmeyerkolben)
   des Chemie- und Physikraumes fehlt noch Geld.

* Der Brunnen, von dem die Schule ihr Wasser holt, war schon wieder kaputt.
   Laut Nutzungsvertrag musste die Schule ihn reparieren. Kosten 300 € !
   Der Vertrag läuft nächstes Jahr aus.
   Wir werden beim „EED – Brot für die Welt“ einen Zuschuss für die Bohrung eines
   eigenen Brunnens beantragen, um Unabhängigkeit bei der Wasserversorgung zu erreichen.

* Plan : Bewerbung um Aufnahme in den Kollektenplan des Kirchenkreises für März 2015

* Idee : 2015 Organisation einer Ökumenische Lernreise zur St. Peters Secondary School -
   interessierte Gemeindeglieder werden gesucht. Zu diesem Thema wird ein Artikel für den
   Gemeindebrief „Lichtblick“ verfasst.

* L-A-P wird St. Peters im September wieder besuchen, eventuell mit 2 Volontärinnen für ein
   Praktikum.

* Zur Sommerserenade am 25.6. wird es wieder einen Basar geben.

* Neue Termine für die AG :
   28.08.2014
   25.09.2014
   20.11.2014    jeweils 20 Uhr im Gemeindezentrum


Montag, 28. April 2014

Neues aus dem Schulprojekt in Uganda Stand Ende April 2014


  1. Im Januar konnten zwei aus der AG Uganda beim Evangelischen Entwicklungsdienst die Fortbildung über den Partnerschaftsprojektefond besuchen
  2. obwohl noch nicht alle staatlichen Auflagen erfüllt werden konnten (die Schule braucht z.B. noch ein Krankenzimmer und eine Mauer, die das Gelände umgibt), durfte das neue Schuljahr 2014 im Februar eröffnet werden.
  3. die Radiowerbung brachte 70 neue Schüler, deren Eltern in der Lage sind, Schulgeld zu bezahlen; damit hat die Schule jetzt 435 Schüler; 200 davon sind Aidswaisen und können kein Schulgeld bezahlen; ein Schulplatz kostet 15 Euro monatlich
  4. ebenfalls im Februar kamen die Ergebnisse der letzten O- und A-level Prüfungen von Ende 2013 heraus:
  5. die Schule entlässt zum ersten Mal 12 SchülerInnen mit Hochschulreife! (A-level)
  6. von den anderen Prüflingen (O-level ist mittlerer Schulabschluss) ist von insgesamt 69 nur einer durchgefallen; alle Prüfungen werden vom Staat durchgeführt, wir sind sehr stolz auf diese Ergebnisse
  7. das neue Toilettenhaus ist jetzt auch verputzt
  8. der neue Schlafsaal ist bis auf ein paar Fußböden fertiggestellt
  9. der erste Term (einer von drei Schuljahresabschnitten) wurde am 25. April erfolgreich beendet
  10. Ostern gab es ein Festessen mit Reis und Fleisch, ermöglicht durch die Basareinnahmen (100 Euro) von Palmsontag am Fennpfuhl und die Einnahmen der Nähaktion auf dem Markt in Zehlendorf (200 Euro)
  11. Es gibt Zusagen für Unterstützung aus der Ev Kirchengemeinde in Weißensee sowie vom CVJM Neukirchen- Vluyn
  12. im Februar fand ein Besuch der Schule durch unseren Partnerverein LAP statt; in Vertretung unserer Kirchengemeinde war Constanze Menard eine gute Woche dort
  13. Wir bedanken uns herzlich für alles Interesse, Ideen und Unterstützung!
  14. Eine website ist im Aufbau
  1. Die AG Uganda trifft sich vor der Sommerpause noch einmal am               
    Do 15.5. um 20 Uhr  und So 15. Juni um 19.00 am Fennpfuhl nach dem
    Taizé - Gebet (18.00).
    Interessierte sind herzlich eingeladen.

  1. Die Nähaktion macht im Herbst wieder weiter.

Sonntag, 27. April 2014

Noch mehr neue Bilder!




Gut, dass dieses Haus soweit fertig ist, denn es ist noch Regenzeit.
Das kann einem unfertigen Bau schwer zusetzen.




der neue Jungsschlafsaal  mit Fenstern und Türen





Schüler helfen beim Abladen von Zement

Dienstag, 22. April 2014

Neue Bilder !


Liebe Freunde und Unterstützer von St.Peters!
Es hat sich wieder viel getan in den letzten Wochen.
Inzwischen hat der Neubau für die Jungs auch Fenster und Türen
und auch die Arbeiten am Toiletten- und Waschhaus gehen voran.


 Jungenschlafsaal  neu - Außenansicht - hier noch ohne Fenster und Türen


Jungenschlafsaal - innen - noch ohne Betten

die neuen Betten für die Jungen

neue Waschräume der Jungen




 neue Jungstoiletten

die Verputzarbeiten gehen voran


Mittwoch, 26. März 2014

Basar zugunsten von St.Peters am 31.3.14

Liebe Freunde und Unterstützer von St.Peters!

Am 31.3.2014 wollen wir all die Sachen die wir in den vergangenen Wochen für St.Peters 
genäht, gestrickt, gebastelt haben auf dem Wochenmarkt am Mexikoplatz in Zehlendorf
verkaufen.

Öffnungszeit : 9.00 Uhr bis 16.00 Uhr

Die Einnahmen werden  für die Anmeldung der diesjährigen Prüflinge dringend benötigt.
Die Gebühren hierfür sind jedes Jahr schon im Frühjahr an die staatlichen Stellen zu entrichten.

Helfer, Besucher, Käufer ... ihr seid / Sie sind  alle herzlich willkommen!

Sonntag, 2. März 2014

Die Prüfungsergebnisse sind da !!!

Liebe Freunde und Unterstützer,

wir bekamen vor ein paar Tagen die gute Nachricht, dass die 
Ergebnisse der O-Level Abschlussprüfungen der letzten Prüflinge veröffentlicht wurden.
Es ist wieder eine hervorragende Leistung : 

59 Schülerinnen und Schüler haben die Prüfungen abgelegt und 58 von ihnen haben bestanden!!!

In diesem Zusammenhang noch ein paar Informationen zum ugandischen Schulsystem.
Das Schuljahr entspricht dem Kalenderjahr. 3 Terms a 3 Monate Schule + 1 Monat Ferien .

Prinzipiell gibt es eine Schulpflicht für 7 Schuljahre = Grundschule.
Diese ist eigentlich schulgeldfrei, aber viele Eltern können ihre Kinder trotzdem nicht in die Schule schicken. Dafür gibt es verschiedene Gründe: 

* zu weite Wege zur nächsten Schule
* das Kind wird als Arbeitskraft oder als Aufsicht für kleinere Geschwister gebraucht
* die Kosten für Lehrmaterial ( Bücher, Hefte, Stifte ...) und Schuluniform ( ist Pflicht) können          nicht aufgebracht werden.
   

Nur wer die Grundschule erfolgreich absolviert hat, darf die weiterführende Secondary School
= Mittel - und Oberschule besuchen.

O-Level = Mittelschule 8.-11. Klasse.
Mit dieser Abschlussprüfung erwirbt man den ersten staatlich anerkannten Schulabschluss in Uganda. Sie ist Voraussetzung für den Beginn einer Berufsausbildung.

A-Level = Oberschule 12.+13. Klasse.
UACE - "Uganda Advanced Certificate of Education" berechtigt zum Besuch einer Universität.

Die Prüfungsinhalte werden von staatlichen Stellen vorgeschrieben und kontrolliert.
Dafür sind schon im Frühjahr die Prüfungsgebühren zu zahlen.

Nur wenigen Kindern bietet sich die Möglichkeit die Schule lange genug zu besuchen um O-Level oder gar A-Level Prüfungen abzulegen.
Schulgeld, Prüfungsgebühren, Schuluniform, Bücher, Unterrichtsmaterial, alles muss bezahlt werden.

St.Peters ermöglicht Kindern, die sonst keine Chance auf Bildung haben einen anerkannten Schulabschluss und sie nutzen sie, wie man an den Ergebnissen sieht.
Glückwunsch!!!




Montag, 24. Februar 2014

Besuchsbericht von Heinz Becker vom Verein L-A-P

Am Montag der zweiten Woche sind wir in Bombo angekommen, wo Ronald Mulondo eine Secondary School mit Internat betreibt. Der Rohbau des Jungenschlafsaals ist fertig, nach unserer Abreise wird das Dach aufgesetzt. Dann müssen noch der Fußboden sowie Fenster und Türen gesetzt werden. Danach kann der Schlafsaal bezogen werden, womit eine wesentliche Forderung der Schulkommission erfüllt wäre. Zwar muss noch der Toilettentrakt für die Jungs verputzt werden, um genutzt werden zu können, aber der Fortschritt ist deutlich sichtbar.



Am letzten Tag waren wir noch Zeugen der Grundsteinlegung der neuen Küche mit Vorratsraum und kleinem Gästezimmer. Die Bausteine sind alle auf dem Grundstück durch Ronald und seine Schüler produziert worden, indem die vorhandene Erde mit Wasser vermischt, geformt und zu Backsteinen getrocknet und dann gebrannt wird. Für die gesamten Bauprojekte rechnen wir noch mit einem Finanzbedarf von 8.000 Euro. Soviel zu den Bauarbeiten an der Schule.

Aus Deutschland hatten wir einiges Material mitgebracht: zwei Computer nebst Bildschirmen, ein USB-Mikroskop, zwei elektronische Waagen für den Chemieunterricht, Erdkundematerial und Werkzeug sowie Leim und Elektrokabel – alles wurde mit großer Freude aufgenommen.


Eine Hauptaufgabe war, die Installation der Elektrik fertigzustellen, die wir aufgrund von Materialmangel im August abbrechen mussten. Die Elektrik in den vorhandenen Gebäuden ist nun fertig installiert und entspricht den deutschen Sicherheitsnormen. Zudem wurden aus Deutschland mitgebrachte LED-Lampen installiert, um den Stromverbrauch zu senken. Und natürlich haben wir die bewährten chinesischen Steckdosen installiert, in die einfach jeder Stecker passt. Gleichzeit haben wir zwei Jungs der Schule und einen erwachsenen „Elektriker“ angelernt.


Als weitere Aufgabe ergab sich die Reparatur des Schöpfbrunnens. Der Defekt lag zwar nur an einer Schraube, aber Gewinde-Schrauben sind in der Gegend nicht zu bekommen. Wir sind schließlich bei einem Autoreparateur fündig geworden, und jetzt funktioniert der Brunnen wieder. Er wird sowohl von der Schule, als auch von den umliegenden Einheimischen genutzt. Die Kinder pumpen das Wasser herauf und tragen die 10- und 20-Liter-Kanister oft auf dem Kopf nach Hause. Auch die Schüler holen sich dort das Wasser, das sie zum trinken und waschen benötigen.


Schließlich haben wir noch das durch starke Benutzung bereits angeschlagene Holz-Schulmobiliar repariert. Hier haben Constanze Mehnhardt aus Berlin und  meine Tochter Kerstin geholfen.



 Auch die drei oben erwähnten Jungs wurden in die Geheimnisse von Schraubverbindungen und Holzleim eingeführt. In Uganda wird alles genagelt und hält damit dynamischen Bewegungen nicht stand. Alles Material hatten wir aus Deutschland mitgebracht, da man in Uganda auch keine Holzschrauben kaufen kann. Leider fiel längere Zeit der Strom aus, so dass wir die Schraubenlöcher lange Zeit nicht bohren konnten. Wir benötigen folglich in Zukunft Akkuschrauber. Auch ein Elektro-Schweißgerät wäre gut, um die Metallbetten zu reparieren. Hier eröffnet sich jedes Jahr erneut ein breites Betätigungsfeld für abenteuerlustige Praktikanten!!

Die Erfassung der Belege und die Überarbeitung des Budgets für 2014 nahmen den letzten Tag ein. Der Anteil der nichtzahlenden Schüler (Waisen) ist noch zu hoch. Ronald erwartet allerdings, dass wir mit Abschluss der Bauarbeiten und aufgrund der erweiterten und verbesserten Ausstattung mehr zahlungskräftige Schüler erhalten werden.

Zuletzt wurden noch die vier Lehrer, für die Lehrer-Patenschaften bestehen, fotografiert und deren Daten in einem Dokument aufgenommen.

Am Sonntag, den 2.2.2014 sind wir erfüllt und heil nach Deutschland zurückgekehrt.

Heinrich Becker
P.S: Alle Kosten der Reise und der Konferenz wurden von uns privat getragen.